Zwerg-Glockenblume

Die kleinste unserer einheimischen Glockenblumen-Arten, die “Zwerg-Glockenblume” (Campanula cochleariifolia).

Vorkommen und Verbreitung: Die Zwerg-Glockenblume wächst auf krautigen Flussgeröllfluren, alpinen Kalkrasen und in Felsspalten. Sie benötigt einen sehr sonnigen Standort. An einigen Stellen ist die Pflanze auch an alten Burg- und Schlossmauern zu finden. Im Alpenvorland ist sie aufgrund der vielen Flussbegradigungen und Flussbaumaßnahmen weitestgehend verdrängt worden.

Wuchsform & Stängel: Die Wuchshöhe beträgt im Gegensatz zu den weiteren Vertretern der Glockenblumen nur 5 bis 15 cm. Sie ist eine krautig wachsende Pflanze. Die Stängel stehen aufrecht und sind am oberen Ende der Blüten verzweigt. Sie ist bis zu -20°C winterhart.

Blätter: Die Blätter sitzen gegenständig am Stängel. Die oberen Blätter sind schmal lanzettlich ausgebildet, am Grund sind die Blätter leicht herzförmig und zähnig eingeschnitten. Sie sind zur Blütezeit meist noch nicht verwelkt.

Blüte: Die Blüten sind in zwei- bis sechs-blütigen Traube angeordnet. Die Blütezeit reicht von Juni bis in den August. Sie haben einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimeter. Die Blütenblätter haben eine hellblaue Färbung.

Gefährdung der Pflanze: Auf der Roten Liste für Deutschland ist er bisher als noch nicht gefährdet eingestuft. 

– Baden-Württemberg: gefährdet (Status: 3)

– Bayern: ungefährdet (Status: *)

– Niederbayern: stark gefährdet (Status: 2)

– Schweiz: ungefährdet (Status: *)

Verbreitungs-Codes: A, AV

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