Bärlauch

Die Blätter des “Bärlauchs” (Allium ursinum) sind sehr lecker als Zugabe in Butter und Pesto (Vorsicht vor dem Knoblauch-Geruch)

Vorkommen und Verbreitung: Der Bärlauch kommt in Hartholz-Auenwäldern und an den Hängen von Laub- und Bergmischwäldern vor.

Pflanzenbeschreibung

Wuchsform: Die Pflanze wird 15 bis 30 cm hoch. Die Blüten stehen einzeln an Stängeln in der Mitte der Blätterrosette. Der Bärlauch steht oft in Gruppen von 20 bis 50 Pflanzen zusammen.

Blätter & Stängel: Die Blätter sind länglich-elliptisch und haben einen starken Lauchgeruch bei Verletzung der Oberfläche. Die Stängel sind hellgrün und am oberen Ende leicht weiß gefärbt.

Blüten: Der Blütenstand ist doldig aufgebaut und besteht aus 5 bis 20 Einzelblüten. Die Blütenfarbe ist weiß. Die Blüte besteht aus sechs weißen, sternförmig angeordneten Blütenblättern. Das Innere der Blüte ist grün gefärbt. Die Blütezeit reicht von April bis in den späten Mai.

Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen

Verwechslungsgefahr mit weiteren Pflanzen: Die Blätter des Bärlauch können vor allem mit dem Maiglöckchen und anderen ähnlich aussehenden Pflanzen verwechselt werden. Daher ist beim Sammeln der Pflanze Vorsicht geboten. Dennoch gibt es Möglichkeiten die Pflanzen voneinander zu unterscheiden. Ein Test der Blätter kann ein erster Schritt gegen eine Verwechslung sein.

Bestimmungshilfe – „Habe ich Bärlauch gesammelt?

Schritt 1: Größe der Pflanzengruppe

  • Ich habe eine größere Gruppe von Pflanzen gefunden -> Erstes Anzeichen für Bärlauch. Vor allem in der Nähe von kleinen Bächen und Flüssen – aber noch nicht definitiv bestimmbar!
  • Es ist nur eine kleine Gruppe – ca. 1 bis 10 Pflanzen -> Möglicherweise Maiglöckchen, Herbstzeitlose, Weißwurze oder der Aronstab. Besser die Finger davon lassen, da es sich bei allen Pflanzen um giftige und teilweise geschützte Arten handelt.

Schritt 2: Anzahl der Blätter pro Stängel

  • 1 Blatt pro Stängel / kurzer Stängel: deutet stark auf Bärlauch hin. Weiter zu Schritt 3.
  • 1 Blatt pro Stängel / langer Stängel: Finger weg! Das deutet auf den Aronstab hin! Eine stark giftige Pflanze!
  • 2 Blätter pro Stängel: Finger weg! Das sind Maiglöckchen! Eine stark giftige Pflanze!
  • 3 oder mehr Blätter pro Stängel: Finger weg! Das sind Herbstzeitlose! Eine sehr stark giftige / tödliche Pflanze!
  • Mehrere Blätter wachsen am Stängel empor: Finger weg! Das ist einer der Weißwurze! Eine giftige Pflanzengruppe!

Schritt 3: Zerreiben der Blätter

  • Knoblauchgeruch: Beim Pflücken der Blätter und dem zerreiben eines Blattes riecht es deutlich nach Knoblauch. Eine Geschmacksprobe mit einem kleinen Pflanzenteil: schmeckt nach Knoblauch -> Sicheres Anzeichen für Bärlauch!
  • kein Knoblauchgeruch: definitiv kein Bärlauch! Am besten die Finger davon lassen! Keine Geschmacksprobe durchführen!

Weitere Bestimmungsmöglichkeiten

-> Ich kann mit dieser Bestimmungshilfe aber nicht garantieren das es sich tatsächlich um Bärlauch handelt! Im Zweifelsfall bitte die Pflanzen einfach stehen lassen! Einen Bestimmungsguide mit Bildern zu den einzelnen Pflanzen gibt es hier: zum PDF (Download möglich)

Verwendung der Pflanze

Verwendung in der Küche: Die Pflanze muss im Frühling vor der ersten Blüte bereits gesammelt werden. Hierdurch entsteht eine sehr kurze Erntezeit. Von März bis in den Mai können die hellgrünen Blätter gepflückt werden. Die Blätter des Bärlauch haben ein sehr starkes Knoblauch-Aroma. Aber es entsteht kein starker unangenehmer Geruch durch das Essen.

Verwendung als Heilpflanze: Der Bärlauch enthält vor allem Allicin was vor allem die Fließeigenschaften des Blutes fördert und die Verdauung fördert. Zudem enthält er viel Vitamin C, Eisen und Kalium.

Verbreitungs-Codes: A, AV, M1, M2, F, K

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.